Fremdkapital

Ohne Fremdkapital: Nur wenige werden die Baukosten aus eigenen Mitteln bezahlen können.

Das Fremdkapital bei der Finanzierung Ihrer Immobilie

Wenn die Gesamtkosten Ihres Bauvorhabens feststehen und Sie sie mit Ihren ersten Planungen vergleichen, werden Sie wahrscheinlich feststellen, dass das geplante Vorhaben erheblich teurer zu werden scheint.

Tröstlich, zu wissen, dass es den meisten Bauherren so ergeht.

Aber: Wie bezahlt man nun das Ganze?

Nur wenige werden die Baukosten aus eigenen Mitteln bezahlen können.

Deshalb sind die meisten darauf angewiesen, sich zu ihrem eigenen Geld (Eigenkapital) bei Sparkassen oder anderen Kreditinstituten Geld zu leihen (Fremdkapital).

Kreditbedarf

Nach Abzug der Eigenmittel von den Gesamtkosten ist der notwendige Fremdkapitalbedarf rasch ermittelt.

Kreditinstitute und Bausparkassen berechnen vor Erteilung der Kreditzusage zunächst den Beleihungswert der Immobilie.

Dieser Wert basiert auf dem Bau- oder Verkehrswert des Beleihungsobjekts, also der Immobilie.

In der Regel wird diese Summe um einen Risikoabschlag vermindert, dessen Höhe sich nach der voraussichtlichen Verwertbarkeit des Objekts richtet.

Die Höhe des Risikoabschlags ist von Bank zu Bank unterschiedlich, in der Regel aber 20 % des Verkehrswertes.

Ein Beispiel:

Angenommen, der Verkehrswert der zu finanzierenden Immobilie beträgt 600.000,-- Euro.

Davon zieht die Bank 20 % (= 120.000,--Euro) als Sicherheitspuffer ab, um daraus den sogenannten Beleihungswert zu errechnen.

Somit verbleiben rechnerisch 480.000,-- Euro.

Bei einer Beleihungsgrenze von 80 % kann der Kreditnehmer also mit einem Kredit von 384.000,--Euro rechnen.

Das heißt, dass der Kreditnehmer in diesem vereinfachten Beispiel 120.000,-- Euro aus eigenen Mitteln aufbringen müsste.

 

© Deutscher Bauzeiger 11.2.3 Finanzierung – Fremdkapital

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