Weiße Wanne Diffusion

Bauen Bodenplatte Weiße Wanne Diffusion

Weiße Wanne und die Diffusion des WU Betons

Der *WU-Beton als Weiße Wanne ist wegen seiner Eigenschaften die Außenabdichtung eines Bauwerks.
*(WU-Beton mit einem Wasserzementwert w/z < 0,55)

Die Kenntnis der durchdiffundierenden Wassermenge durch den WU-Beton ist ganz wichtig

Der theoretisch mögliche Wasserdurchgang durch Bauteile aus WU-Beton kann auf folgende 
Wassertransportmechanismen zurückgeführt werden:

  • Diffusion während der Lebensdauer des Bauwerks
  • Kapillaraktivität nach Erstellung oder Rissen
  • Strömungsvorgang aufgrund eines Druckgradienten – außen anstehender Wasserdruck.

Wissenschaftliche Langzeitmessung haben zum Ergebnis, dass bei entsprechender 
Betonqualität und Bauteildicke von außen praktisch kein *Wasser durch den WU-Beton gelangt.
*(auch kein gasförmiges Wasser als Wasserdampf).

Die für die Berechnung der transportierten Wassermengen verwendeten Feuchteleit-Koeffizienten,
die den kapillaren Wassertransport beschreiben, stellen Mittelwerte dar, wobei die günstig wirkenden 
Parameter früher nicht zielgerecht erfasst und in die Berechnung eingeführt wurden. 

Es wurde in den 1990 Jahren ermittelte Materialkennwerte zugrunde gelegt.
Die zeitliche Veränderung der Poren- und Kapillarradien nach Jahren wurde nicht berücksichtigt.

Es ist die Erfahrung der Praxis, dass die Abnahme der Wasserdurchlässigkeit mit der Zeit auf eine 
Verringerung des Porenquerschnitts infolge der Verstopfung der Poren in dem WU-Beton durch 
Karbonatisierung erfolgt.

Die Karbonatisierung ist eine chemische Reaktion zwischen dem Wasser und dem Zementstein, 
dem WU-Beton.

Die Abnahme der Wasserdurchlässigkeit mit der Zeit beruht auch auf ein Quellen der 
Kapillar Porenwandungen und ist ähnlich wie das sogenannten Selbstheilen von Rissen im WU-Beton.

Die Diffusion innerhalb eines ungestörten Bauteilquerschnitts aus WU-Beton kann 
vernachlässigt werden. 

Die Druckgradienten des außen anstehenden hydrostatischen Wasserdrucks führen zu einer
Eindringtiefe von außen in den WU-Beton von etwa 7 cm.

Auf der Innenseite des WU-Betons bildet sich ein Diffusionsbereich aus, in dem lediglich das 
vorhandene *Überschusswasser des WU-Betons an die Innenluft über einen bestimmten Zeitraum abgegeben wird. 
*(Entweichen der Baufeuchte) 

Auf der Innenseite des WU-Betons trocknet das Bauwerk langsam aus.

Die Austrocknungstiefe der Innenseite dieses Diffusionsbereichs im WU-Beton liegt maximal bei etwa 8 cm.

Im Kernbereich der WU-Wand kein Feuchtetransport 

Solange sich der Kapillarbereich und der Diffusionsbereich im Querschnitt der WU-Wand nicht überschneiden, 
ist im Kernbereich kein Feuchtetransport von außen nach innen nachweisbar. 

Das bedeutet, dass die raumseitige Feuchteabgabe von einer ausreichenden Bauteildicke der WU-Wand abhängig ist.

Es wurde wissenschaftlich festgestellt, dass kein Wassertransport durch das WU-Bauteil 
von außen nach innen oder von innen nach außen durch kapillaren Wassertransport 
noch durch Dampfdiffusion erfolgt.

Diese wissenschaftliche Erkenntnis wurde in die WU-Richtlinie übernommen

Anmerkungen

Bei Nutzung eines WU-Kellers im Winter beheizter Räume sorgt auch das Temperatur-Profil in der WU-Wand dafür, 
dass der Wasserdampftransport durch Austrocknung an der Innenseite aufhört.

Auf der Innenseite des WU-Kellers dampfen im ersten Jahr nach Fertigstellung so im Mittel 8 g Wasser, 
das sind das 20-fache gegenüber den späteren Jahren, aus.

©Deutscher Bauzeiger 51.2.2a Bauen - Bodenplatte - Weiße Wanne Diffusion

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