Baustromverteiler Speisepunkt

Baustromverteiler - Speisepunkt - Übergabepunkt - Einspeisepunkt - Elektroversorgung - Baustromversorgung

Der Speisepunkt für den Baustromverteiler auch Einspeisepunkt oder Übergabepunkt genannt

Wichtigste Forderung der Richtlinie BGI 608:
„Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Baustellen“

Das berufsgenossenschaftliche Regelwerk schreibt den Einsatz von besonderen Speisepunkten für die Stromversorgung auf Baustellen vor und konkretisiert die möglichen Speisepunkte zur Versorgung von Baustromverteilern.

Nicht der Norm gerechte Speisestellen für die Elektroversorgung auf Baustellen sind immer wieder Ursache für sehr schwere Elektrounfälle, zum Teil mit tödlichem Ausgang.

Der Einsatz der Fehlerstromschutzschalter (auch bekannt als RCD) bedeutet eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung der Elektrosicherheit auf Baustellen.

Die Problematik der Baustromversorgung

Es gibt auf den Baustellen eine deutliche Diskrepanz zwischen dem was in den Vorschriften festgeschrieben ist, und dem was in der Realität von den Ordnungsbehörden bei den Besichtigungen festgestellt wird.

Immer wieder werden von verschiedenen Vereinen, Behörden schärfere Vorschriften für die Baustromversorgung gefordert.

Bevor neue schärfere Vorschriften erlassen werden, sollte erst einmal das bestehende Regelwerk in der Baustromversorgung durchgesetzt werden, das wäre schon ein Erfolg.

Den Behörden ist offensichtlich nicht klar, wie die Baustromversorgung auf einer Baustelle über Monate funktioniert.

Sichere Baustromversorgung auf einer Baustelle

Der Bauherr, vertreten durch die Bauleitung, beauftragt eine Elektrofirma mit der Errichtung einer Baustromversorgung.

Die Elektrofirma erstellt in Absprache mit dem Energieversorgungsunternehmen (EVU) einen Speisepunkt für die Stromversorgung auf der Baustelle.

Die Elektrofirma stellt einen Baustromverteiler mit Erdung auf und übergibt anschließend die Baustromversorgung mit dem Meßprotokoll und der Abnahmebescheinigung der Bauleitung.

Bis hierher wurde alles nach Vorschrift erstellt und es steht eine sichere Baustromversorgung zur Verfügung.

Bei den folgenden Zuständen besteht auf der Baustelle höchste Lebensgefahr:

Was kann passieren, dass aus einer sicheren Baustromversorgung eine unsichere Baustromversorgung wird:

  • Versetzen des Baustromverteilers mittels Baukran um wenige Meter, dabei Abriss der Erdung vom Erdspieß; Bauarbeiter schrauben die Erdung wieder an oder nicht
  • keine tägliche Prüfung der Fehlerstromschutzschalter. Es ist nicht selten, dass der Auslösemechanismus des Fehlerstromschutzschalters sogar in der Garantiezeit nicht mehr funktioniert.
  • Bauarbeiter stellen fest, dass der einzige Fehlerstromschutzschalter im Baustromverteiler nicht funktioniert.

Es gibt Bauarbeiter, die scheuen sich nicht, mit einem Trick, den sie immer schon angewendet haben, die Technik zu überlisten und die Baumaschinen laufen wieder und die Kollegen klopfen ihm anerkennend auf die Schulter.

  • Anzahl der Schukosteckdosen am Baustromverteiler ist zu gering, daher Einsatz von offenen Steckdosenleisten vom Baumarkt.
  • Anschluss von ortsveränderlichen Baumaschinen mit defekten Kabeln an den Baustromverteiler mit abgeschaltetem Fehlerstromschutzschalter.
  • Anschluss der Baustrombeleuchtung an Gerüsten mit defekten Kabeln.

Baustrom Hauptverteiler A-Schrank

Der Baustrom A-Schrank dient als Übergabepunkt und gleichzeitig zur Messung der verbrauchten Energie des örtlichen Netzbetreibers.

Am Baustrom A-Schrank ist ein Baustrom Hauptverteiler oder ein Baustrom Gruppenverteiler angeschlossen.

Der Baustrom Hauptverteiler oder Gruppenverteiler dient auf größeren Baustellen als Baustromverteilungspunkt.

Vom Baustrom Hauptverteiler oder Gruppenverteiler führen Abgänge zu den untergeordneten Baustromverteilern.

Die untergeordneten Baustromverteiler können Anschlüsse bis 125 A haben.

An den untergeordneten Baustromverteiler können Endverteilerschränke bis 63 A oder transportable Steckdosenverteiler bis 32 A zur Stromversorgung von elektrischen Handwerkzeugen angeschlossen werden.

Baustromverteiler mit Zähleinrichtung bis 63 A für Subunternehmer

Baustromverteiler mit Zähleinrichtung für Subunternehmer können an A-Schränken, den Baustrom Hauptverteiler oder an Gruppenverteiler angeschlossen werden.

Baustromverteiler mit Zähleinrichtung für Subunternehmer sind notwendig, wenn einige Gewerke auf einer Baustelle mit einem hohen Energieverbrauch eingesetzt werden.

©Deutscher Bauzeiger 31.2.2 Bauen - Baustelleneinrichtung - Vorgezogener Stromanschluss - Baustromverteiler Speisepunkt

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