Baukran Kranführer

Baukran - Kranführer - Turmdrehkran - Kranführerausweis - Sicherheitskontrolle

Baukran Kranführer

Personen, die Turmdrehkrane bedienen (Kranführer), müssen einen gültigen Kranführerausweis besitzen.
Jeder Kranführer hat bei Arbeitsbeginn und bei Arbeitsende an seinem Baukran Turmdrehkran die folgenden Checklisten zu prüfen:

1. Sichtkontrolle des Krans auf offensichtliche Mängel

  • Ballast
  • Fahr- und Schwenkbereich
  • Hakensicherung
  • weitere Mängel falls zugänglich
  • Überlastsicherung (Höchstlast und Lastmoment) falls vorhanden
  • Kran wenn möglich einmal pro Tag besteigen insbesondere wenn mit Kabel- oder Funkfernsteuerung gearbeitet wird.

2. Sichtkontrolle der Umgebung des Krans am Boden

  • Veränderungen an den Kranfundamenten
  • Veränderungen lose Auflagebretter
  • bei Unten Drehern
  • freier Drehradius (+ 50 cm Sicherheitsabstand)
  • notwendige Abschrankungen vorhanden
  • kein deponiertes Material innerhalb der Abschrankungen
  • keine zu nahe parkierten Maschinen oder Fahrzeuge in der Luft
  • freier Drehradius des Kranauslegers

3. Kranschalter nur einschalten wenn alles in Ordnung ist

4. Funktionskontrolle des Sicherheitsschalters

am Kran (gelb/rot) durch Aus- und Einschalten.

5. Bedienungspult bzw. Fernsteuerung

  • Sichtkontrolle auf offensichtliche Mängel
  • Funktionskontrolle der Steuerorgane

6. Funktionskontrolle der Endschalter

  • Hub, oben
  • Katzfahren, innen und außen falls zugänglich, von Hand betätigen
  • Überlastsicherung (Höchstlast und Lastmoment) falls vorhanden
  • Schwenken

7. Bremskontrolle

  • Hub
  • Katze
  • Schwenken
  • Fahren

8. Sichtkontrolle des Hubseils auf Beschädigungen.

9. Mängel unverzüglich dem Betrieb melden.

Hebearbeiten dürfen erst ausgeführt werden, wenn die Mängel durch einen Kranfachmann behoben wurden.

Bei Arbeitspausen

  1. Last abhängen
  2. Haken hochziehen
  3. Schienenfahrwerk sichern

Bei Sturmgefahr

Bei aufziehendem Gewitter oder starkem Wind unverzüglich Maßnahmen 1. bis 6. wie bei Arbeitsende treffen.

Anzeichen für starken Wind:

  • Die Last gerät durch Windeinfluss unkontrollierbar ins Pendeln.
  • Der Ausleger läßt sich auf Schaltstufe 1 oder 2 nicht mehr gegen den Wind drehen.
  • Wenn der Ausleger quer zum Wind steht, kann er nicht mehr ruhig gehalten werden.

Bei Arbeitsende: Kran außer Betrieb setzen

  1. Lasten und Anschlagmittel (Gurte, Ketten, Seile, Werkzeugkisten, Container, Kübel usw.) abhängen.
  2. Lasthaken hochziehen bis ca. 2 m vor den Endschalter.
  3. Laufkatze in die vom Hersteller vorgeschriebene Position bringen.
  4. Kransteuerung ausschalten.
  5. Falls vorhanden: Schienenfahrwerk sichern.
  6. Windfreistellung aktivieren
    Schwenkbremse muss gelöst sein, Ausleger muss frei drehen können (genügend Abstand zu Hindernissen).
  7. Kranschalter ausschalten bzw. Krankabel aus dem Stecker ziehen.
  8. Kran mit Schloss am Sicherheits- oder Kranschalter gegen unbefugtes Benützen sichern.
  9. Wenn nötig Kran auch gegen unbefugtes Besteigen sichern.
    Leiter entfernen oder abdecken, Kabine abschließen.

©Deutscher Bauzeiger 61.2.11b Bauen - Baustelleneinrichtung - Baukran Kranführer

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