Drainage

Drainage - Dränage - Flächendrainage - Ringdrainage - Drainagerohre - Drainagewasser

Die Drainage

Eine Drainage ist notwendig, wenn sich am Fundamentsockel Sickerwasser sammelt.

Sickerwasser am Fundamentsockel würde dem Gebäude schaden.

Die Drainage soll Wasser vom Gebäude weg transportieren.

Die Drainage dient zur Entwässerung von Bodenschichten.

Die Drainage besteht aus einer Drainageleitung, die um das komplette Fundament herumläuft.

Eine Ringdrainage leitet das Niederschlags- und Oberflächenwasser entlang der Kellerwände ab.

Eine Flächendrainage leitet das Wasser unter der Bodenplatte flächenmäßig ab.
Vor allem bei Hanglage sollte nicht auf die Drainage verzichtet werden.

Die Drainage fängt Wasser an der Gebäudeunterkante ab und leitet es vom Gebäude weg.

Die Drainage sammelt das Wasser an einem Tiefpunkt.

Mit einer Drainage kann Wasser am Gebäude geplant abgeführt werden.
Dadurch kann am Gebäude auch an Abdichtung gespart werden.

Bei so genannten Weißen Wannen, also der Abdichtung durch wasserundurchlässige Betonbauteile, kann in der Regel auf die Drainage verzichtet werden.

Die Erstellung einer Drainage ist genehmigungspflichtig.

Der Aufbau einer Drainage

Die Drainage besteht aus Drainagerohren, Spül- und Kontrollrohren sowie Kontroll- und Sammelschächten.

Die Drainagerohre werden aus PVC, Beton, Ton oder Stein angeboten.

Die Drainagerohre werden in einem Kiesbett platziert, damit sie nicht versanden.

Das Mindestgefälle der Drainagerohre muss 0,5 Prozent betragen.

Die Größe der Drainagerohre hängt von der Menge des zu erwartenden Wassers ab.

Die Drainagerohre sollten bei jedem Richtungswechsel mit Spülrohren versehen sein.

Die Spülrohre werden stehend mit einer Abdeckung eingebaut.

Die Drainagerohre liegen in einer Sickerschicht, über dieser eine Filterschicht eingebaut ist.
Die Filterschicht besteht zum Beispiel aus Sand.

Die Filterschicht verhindert, dass von oben ausgeschlämmte Bodenanteile in die untenliegende Sickerschicht gelangen.

Die Sickerschicht unten besteht aus Kiessand Körnung nach DIN.

In der Sickerschicht fließt das Sickerwasser aus der Filterschicht in die Drainageleitung ab.

An der Wand des Gebäudes wird das Wasser mit Hilfe von Sickerplatten zur Drainage geleitet.

Die Drainage wird gegen das Erdreich mit einem Drainagevlies geschützt.

Das Vlies beginnt knapp unterhalb der Erdoberkante an der Hauswand und wird um die Sickerschicht herum geführt.

Das Vlies schützt den gesamten Drainageraum.

Das Vlies endet an der Unterkante der Bodenplatte.

Die Ringdrainage

Die Drainagerohre werden entlang der Fundamente im frostfreien Bereich angelegt.

Die Drainagerohre werden ringförmig miteinander verbunden, so dass eine geschlossene Leitung entsteht.

Darüber liegt die Filterschicht.

Die Flächendrainage

Bei Flächen über 200 m² ist eine Flächendrainage sinnvoll.

Unter der Bodenplatte wird eine Sickerschicht aus Kies erstellt.

Darunter befindet sich ein Filtervlies, das das Wasser bis zum Drainagerohr leitet.

In manchen Fällen wird dafür auch ein Rohr durch das Fundament bis zur Ringdrainage gelegt.

Damit wird der Feuchteschutz für die Bodenplatte sichergestellt.

Die Sickerschicht aus Kies wird mit einer Trennschicht abgedeckt, damit der Beton später nicht hinein fließen kann.

Das Drainagewasser ableiten

Das Wasser aus den Drainagerohren darf normalerweise nicht in das normale Kanalnetz geleitet werden, da es die Kanalisation belasten würde.

Das Wasser aus den Drainagerohren kann in einen Versickerungsschacht geleitet werden.

Das Wasser aus den Drainagerohren kann in eine Rigole geleitet werden, und dort versickern.

Die Rigolenversickerung erfolgt in einem unterirdischen Graben.

Eine Rigole ist in der Regel mit Kies ausgefüllt.

Klären Sie vorher ab, wohin das gesammelte Wasser abgeleitet werden darf.

©Deutscher Bauzeiger 91.1.1 Bauen - Bodenplatte - Bauwerksabdichtung DIN - Drainage

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