Dynamischer Plattendruckversuch

Plattendruckversuch – Dynamisch - DIN 18134 – Plattendruck - Versuch

Der dynamische Plattendruckversuch nach DIN 18134

Der dynamische Plattendruckversuch dient zur Bestimmung der Verformbarkeit und Tragfähigkeit des Baugrunds im Verkehrswegebau.

Der dynamische Plattendruckversuch wird mittlerweile auch von den Straßenbaubehörden der Gemeinden durch entsprechende technische Regeln anerkannt.

Der besondere Vorteil des dynamischen Plattendruckversuchs liegt bei der schichtweisen Kontrolle jeder Einbaulage im Rohrleitungsbau, da die Baufirma dadurch von Anfang an eine gleichbleibende Qualität der Rohrgrabenverfüllung sicherstellen kann.

Wer hat die schichtweise Kontrolle jeder Einbaulage im Rohrleitungsbau schon mal gesehen?

Wenn die Verfüllung erst zum Abschluß der Bauarbeiten mit Rammsondierungen ermittelt wird, führt ein schlechtes Ergebnis u.U. zu hohen Kosten für Nacharbeiten.

Der dynamische Plattendruckversuch ähnelt einer Probebelastung des Baugrunds.

Der dynamische Plattendruckversuch kann auch von kleinen Bauunternehmen ausgeführt werden.

Um den dynamischen Plattendruckversuch durchzuführen, gibt es auf dem Markt kleine Handgeräte, bestehend aus Oberteil und Unterteil verbunden mit einer Stange.

Durchführung des dynamischen Plattendruckversuchs

Mit dem Fallgewichtsgerät klinkt man ein Fallgewicht von 10 kg aus.

Das Fallgewicht von 10 kg fällt an einer Stange 70 cm tief auf eine Feder der Bodenplatte.

Das Fallgewicht von 10 kg wird von der Feder der Bodenplatte nach oben katapultiert und klingt sich am Fallgewichtsgerät oben wieder ein.

Auswertung

Über eine runde Stahlplatte mit 30 cm Durchmesser wird der Stoß in den Boden eingeleitet und gleichzeitig mit einem elektronischen Beschleunigungsaufnehmer die Bewegung der Platte gemessen.

Als Ergebnis der Messung wird ein sogenannter EVd-Wert berechnet, welchen man in den EV2-Wert umrechnen kann.

Umrechnung in Verdichtungsgrade

Diese Umrechnung wird gewöhnlich an Referenzwerten, die mit dem statischen Plattendruckversuch ermittelt wurden, kalibriert.

Diese Kalibrierung muss wiederholt werden, wenn sich die Korngrößenzusammensetzung oder der Wassergehalt oder der Verdichtungsgrad des zu prüfenden Bodens ändert.

Vorteile beim dynamischen Plattendruckversuch

Der dynamische Plattendruckversuch ist besonders für beengte Bereiche geeignet,
wo für den statischen Plattendruckversuch kein Gegengewicht mit einem LKW zur Verfügung gestellt werden kann.

Allerdings können dabei nur Schichtdicken bis etwa 25 cm geprüft werden, was
aber für dynamischen Plattendruckversuch im Allgemeinen ausreicht.

Nachteile beim dynamischen Plattendruckversuch

Durch die wesentlich geringere Belastung des Baugrundes ist das Prüfvolumen
beim dynamischen Plattendruckversuch wesentlich geringer als beim statischen
Plattendruckversuch.

Daher ist seine Verwendung bei Böden, die Grobkies oder Steine enthalten, stark eingeschränkt, denn ein einzelner Stein nahe der Fallplatte beeinflusst das Messergebniss stark.

In der Regel liefert der Versuch eine wesentlich stärkere Streuung bei den Ergebnissen als der statische Plattendruckversuch.

©Deutscher Bauzeiger 7.2.7 Bauen - Baugrube – Baugrunduntersuchung - Dynamischer Plattendruckversuch

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