Baugrunduntersuchung

Baugrunduntersuchung

Die Baugrunduntersuchung ist die Überprüfung der Verdichtung und Tragfähigkeit von Untergründen und Böden.

Die Baugrunduntersuchung sollte allen anderen Planungen vorausgehen, um bereits im Vorfeld eine hohe Planungssicherheit zu haben.

Die Baugrunduntersuchung wird vom Bodengutachter durchgeführt.

Art und Umfang der Baugrunduntersuchung können stark variieren.

Oft reicht eine einfache Untersuchung schon aus.

Die Baugrunduntersuchung untersucht:

  • die bodenmechanischen Verhältnisse
  • die statische Tragfähigkeit
  • die durchzuführende Bodenverdichtung
  • die Zusammensetzung und Konsistenz des Bodens
  • die Grundwasserstände
  • vorhandene Wasseradern und Wassereinschlüsse
  • den Schichtverlauf

Die Baugrunduntersuchung wird in Tiefen von mindestens 6 m bis über 50 m durchgeführt.

Die Baugrunduntersuchung ermittelt nicht ausreichend tragfähigen Untergrund, der später zu Rissen im Bauwerk führen könnte.

Die Baugrunduntersuchung soll spätere Wasserschäden vermeiden.

Die Baugrunduntersuchung gibt dem Bauherrn Sicherheit, da er das Baugrundrisiko trägt.

Sie sollten grundsätzlich darauf achten, dass die Durchführung der Baugrunduntersuchung mit Ihrem Vertragspartner (z.B. Bauträger, Fertighaushersteller, Architekt) vertraglich geregelt ist.

Aufgrund der Ergebnisse der Baugrunduntersuchung wird das Bodengutachten erstellt.

Durchführung der Baugrunduntersuchung

Die Baugrunduntersuchung erfolgt je nach Bauvorhaben mittels verschiedener, mechanischer Techniken.

Der Bodengutachter entnimmt Bodenproben auf dem Baugrundstück.

Die Baugrunduntersuchung kann oberhalb des Grundwasserspiegels mittels Schürfgruben durchgeführt werden.

Schürfgruben sind begrenzt auf 2 – 5 m Tiefe, und reichen normalerweise nicht für eine aussagekräftige Baugrunduntersuchung aus.

Von der Sohle der Schürfgrube können weitere Sondierungsmessungen durchgeführt werden.

Die Baugrunduntersuchung kann mittels Rammsondierungen durchgeführt werden.

Halbseitig offene Stangen werden in den Boden getrieben und dann wieder mit der Bodenprobe herausgezogen.

Bei einfachen Grundstücken können die Proben sofort vor Ort ausgewertet werden.

Laboruntersuchungen werden in der Regel nur bei Grundstücken mit Verdacht auf Bodenverunreinigung durchgeführt.

Die Baugrunduntersuchung und ihre Techniken werden unterschieden nach Flächen- und Punktuntersuchungen auf dem Baugelände.

Die Baugrunduntersuchung ist auch als Plattendruckversuch möglich.

Beim Plattendruckversuch wird die Verdichtung und Tragfähigkeit des Bodens mittels eines Plattendruckgeräts überprüft.

Bei Bedarf können weitere bodenmechanische Versuche im Labor durchgeführt werden.

Werden durch die Baugrunduntersuchung Schwachstellen des Untergrundes erkannt, kann mit einer Spezialgründung oder Bodenverbesserung reagiert werden.

Die Baugrunduntersuchung kann Entscheidungen für oder gegen eine Unterkellerung erleichtern.

Durch die Baugrunduntersuchung können sich Hinweise zur Verwertung des Aushubmaterials beim Bau ergeben.

Die Baugrunduntersuchung macht ca. 0,5 - 1,5 % der Rohbausumme aus, kann nachher aber teurere Bauschäden vermeiden.

Baugrunduntersuchungen machen sich in der Regel immer bezahlt.

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